Naturschutz am Niederrhein

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Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft e.V.
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      Sovon Vogelonderzoek Nederland/ Nijmegen
Sovon Vogelonderzoek Nederland/ Nijmegen

Beobachtungsportal und Meldeseite

 

 

 

22.09.2017

Die arktischen Wildgänse kommen jetzt an....

Seit heute, werden die ersten eintreffenden arktischen Wildgänse am Niederhein gemeldet.

In den einschälgigen Meldeportalen, laufen im Moment die ersten Sichtungen unserer arktischen Wintergäste auf.

Die niederheinische Wildganssaison 2017 / 2018  beginnt nun aufs neue.

Ich wünsche allen Beobachtern viel Glück und immer gutes Licht für schöne Fotos !

Information des Dachverband Deutscher Avifaunisten

24.02.2017 totop

Neuer Bartgeier in Deutschland – Wissenschaftler bitten um Unterstützung

Bild zur Meldung
Ein Bartgeier an einem Waldrand im Rheinland – alles andere als ein alltäglicher Anblick
© E. Höhner

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Ausflügen immaturer Bartgeier in Regionen nördlich der Alpen. Diese Ausflüge sind nicht immer unproblematisch, da die Vögel dort nur schwer ausreichend Nahrung finden. Ganz aktuell hält sich offenbar wieder so ein Vogel in Deutschland auf.

Bereits am 19. Januar wurde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz ein Bartgeier fotografiert. Der mutmaßlich selbe Vogel hält sich aber scheinbar noch immer bei uns auf: Am 19. Februar gelangen gegen 13 Uhr bei Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen hervorragende Fotos des auf einer Hütte am Waldrand sitzenden Geiers. Nur eine Stunde später wurde der Bartgeier dann rund 20 Kilometer südöstlich bei Bad Neuenahr fotografiert. Seitdem fehlt allerdings jede Spur!

Auch wenn der Vogel einen gesunden Eindruck machte, könnte er geschwächt sein, da eine Annäherung bis auf wenige Meter möglich war. Es wäre daher gut, wenn der Bartgeier noch einmal entdeckt und VCF, die Stiftung zur Erhaltung der Geier, unmittelbar informiert werden könnte (E-Mail: f.loercher@4vultures.org oder Tel.: +41 79 470 77 04). Beobachtungen sollten zudem über ornitho,de gemeldet werden. Dort stehen sie den Experten direkt mit allen Informationen zur Verfügung. Wer den Bartgeier beobachten kann, wird gebeten sich dem Tier nicht zu nähern, um es nicht unnötig in Stress zu versetzen.

Mit dieser Nachricht sollen insbesondere Vogelkundler im Rheinland sensibilisiert werden. Es ist jedoch auch denkbar, dass sich der Vogel mittlerweile in einer anderen Region aufhält. Diese Nachricht darf und soll daher gern weiter verbreitet werden!

In Haltungen wie dem nahegelegenen Wildfreigehe Hellenthal werden keine Bartgeier vermisst. Da auf den Fotos keinerlei Markierungen erkennbar sind, dürfte es sich um einen wildgeschlüpften Bartgeier handeln. Sollte der Vogel wiedergefunden und eingefangen werden, wird sich seine Herkunft anhand von DNA-Analysen ermitteln lassen. Sogar eine einzelne Feder könnte hier Gewissheit bringen, ob er aus den Alpen oder Pyrenäen stammt.

Weitere Informationen

07.12.2016

EU-Naturschutzrichtlinien bleiben erhalten!

Die von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angestoßene Aufweichung des EU-Naturschutz, ist seit heute endlich vom Tisch !

 

Die Naturschutzrichtlinien für FFH-Schutzgebiete, bleiben nun unverändert !

Danke an alle Naturschutzorganisationen und jeden einzelnen der Naturfreunde, die sich an der Umfrage des "NatureAlert" zu diesem Thema beteiligt haben !!

 

Hier die Einzelheiten der erfreulichen Entwicklung:

 

https://www.nabu.de/news/2016/12/21637.html

Bisher ältester Austerfischer gesichtet

Am 1. August 2016 konnte im Hafen von Rotterdam ein Austernfischer abgelesen werden, bei dem sich herausstellte, dass er bereits am 3. März 1972 auf der niederländischen Nordseeinsel Texel beringt worden war. Der schon bei der Beringung mindestens vorjährige Vogel ist also bereits mindestens 46 Jahre alt. Nur selten werden Austernfischer älter als 20 Jahre. Der bisherige Rekordhalter erreichte ein Alter von 43 Jahren.

Seit vielen Jahren werden Austernfischer in den Niederlanden intensiv untersucht. Unter anderem werden dabei jährlich 500 bis 1000 Vögel mit farbigen, codierten Ringen versehen. Ablesungen dieser Vögel können unter www.wadertrack.nl eingegeben werden und liefern den Wissenschaftlern wichtige Informationen zu Brut- und Überwinterungsplätzen, Überlebensraten sowie Gründe für den deutlichen Rückgang der Bestände in den letzten 25 Jahren. Seit 1990 ist der niederländische Bestand um 65% zusammengebrochen. Ein zu geringer Bruterfolg scheint einer der Hauptgründe dafür zu sein. Während in Salzmarschen erbrütete Vögel Hochwässern zum Opfer fallen, sind im Binnenland meist landwirtschaftliche Bearbeitungsmaßnahmen oder auch Prädation verantwortlich. In den Küstenbereichen finden Austernfischer außerhalb der Brutzeit immer schwerer ausreichend geeignete Nahrung, was sich nachhaltig auf die anschließende Saison auswirkt.

In Deutschland ist der langfristige Bestandstrend des Austernfischers zwar positiv, doch brach auch in Schleswig-Holstein nach einem Bestandsmaximum Ende der 1990er Jahre der Bestand um etwa die Hälfte ein. Rückgänge sind mittlerweile im gesamten Wattenmeer zu beobachten.

 

 

Quelle:

http://www.dda-web.de

28.07.2016 Knutt fliegt nonstop 4000 Kilometer von Kanada bis ins Wattenmeer !


Zugroute von Knutt “Paula” vom Wattenmeer nach Nordost-Kanada und zurück.
© NIOZKnutts aus zwei verschiedenen Populationen nutzen das Wattenmeer der Nordsee im Verlauf des Jahres. Während die Nominatform auf dem Zug zwischen sibirischem Brutgebiet und den westafrikanischen Winterquartieren im Frühjahr und Herbst bei uns durchzieht, überwintern Knutts der im hocharktischen Kanada und im Norden Grönlands verbreiteten Unterart islandica bei uns.

Im Rahmen eines Projektes des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) offenbarte nun ein mit Satellitensender ausgestatteter Knutt dieser Unterart eine beeindruckende Zugleistung. Der Knutt „Paula“ erreichte am 15. Juli die niederländische Insel Terschelling nach einem Nonstop-Flug über 4000 Kilometer aus dem nördlichsten Kanada. Er bestätigt damit bisherige Annahmen, dass Knutts auf ihrem Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet enorme Flugleistungen vollbringen.

Der Vogel war im April 2016 im Rahmen einer Pilotstudie auf der niederländischen Insel Griend mit einem Satellitensender ausgestattet worden. Nachdem dessen Auswirkungen auf den Vogel anfangs in Gefangenschaft getestet wurden, entließ man „Paula“ auf der Insel Texel wieder in die Freiheit. Umgehend zog der Vogel zur 30 Kilometer entfernten Insel Griend zurück, wo er zwei Wochen zuvor gefangen worden war.

Mitte Mai verließ „Paula“ das Wattenmeer auf direkter Linie und innerhalb eines Tages bis nach Island. Nach einem Flug über den Grönländischen Eisschild kehrte sie noch einmal nach Island zurück, nur um wenige Tage später nonstop in ihr Brutgebiet nahe Ellesmere Island, einer der nördlichsten Landflächen der Welt, zu fliegen. Dort verhielt sich „Paula“ nach den GPS-Ortungen sehr stationär, sodass von einem Brutversuch ausgegangen wird. Dieser wurde jedoch offenbar nach 18 Tagen abgebrochen, da der Vogel ab diesem Zeitpunkt wieder größere Distanzen zurücklegte. Zwei Wochen fraß sich „Paula“ anschließend offenbar ausreichende Reserven für einen unglaublichen Flug an: Innerhalb von rund 60 Stunden flog der Vogel nonstop bis ins niederländische Wattenmeer.

Anhand von Ablesungen farbberingter Knutts war bereits recht viel über das Zugverhalten der Vögel bekannt. Bislang hatte man jedoch angenommen, dass alle Knutts der Unterart islandica entlang der Küste Islands zur Rast einfallen und erst nach erneuter Stärkung ihren Zug fortsetzen. „Paula“ bewies nun eindeutig einen Zug ohne Zwischenrast zwischen Nordost-Kanada und dem Wattenmeer.

26.07.2016 In Ungarn besenderter Würgfalke in Deutschland unterwegs

Der Würgfalke ist Brutvogel der großen Steppengebiete Osteuropas und Zentralasiens. Die westlichsten Brutvorkommen liegen in Österreich und Ungarn, auch in Deutschland hat die Art aber schon einmal gebrütet. Von 1997 bis 2001 brütete ein Paar im Elbsandsteingebirge in Sachsen. In Europa hat der Würgfalke im 20. Jahrhundert starke Bestandseinbußen erlitten, der Weltbestand dieser global gefährdeten Art ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls stark rückläufig. Erst aufgrund konsequenter Schutzmaßnahmen stiegen die Bestände in einigen Ländern Osteuropas ab den 1980er Jahren wieder an.

Eines dieser Projekte ist das 2014 gestartete LIFE-Projekt zum Schutz von Würgfalke und Kaiseradler in der Pannonischen Tiefebene. Im Rahmen dieses Projektes werden Würgfalken u.a. mit Satellitensendern ausgestattet, um mehr über ihre Zugwege und genutzten Habitate herauszufinden. Ein im März 2016 am Nest in Zentralungarn besendertes adultes Weibchen hat nach einem Verlust der Brut sein Revier verlassen und ist in nordöstlicher Richtung abgezogen. Über die Slowakei und Tschechien erreichte der Vogel am 3.7. Deutschland im Bereich Altenberg im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Über Freiberg ging es innerhalb eines Tages bis in einen Bereich nördlich von Leipzig. Für mehrere Tage hielt er sich im Bereich Krostitz auf, dann wechselte er etwa 20 Kilometer nach Osten in den Bereich Thallwitz-Böhlitz. In dieser greifvogelreichen Ackerlandschaft gefiel es dem Würgfalken offenbar sehr gut. Hier blieb er für über eine Woche sehr stationär und konnte häufig dabei beobachtet werden, wie er bei anderen Vogelarten schmarotzte. Er ergatterte dabei Beute u.a. von Turmfalke, Mäusebussard, Rohrweihe, Rotmilan und Graureiher. Ein ähnliches Verhalten zeigte auch ein im Vorjahr in Brandenburg beobachteter in Ungarn beringter Würgfalke.
Nachdem der Bereich Thallwitz-Böhlitz verlassen wurde, hielt sich der Vogel etwa 13 km südwestlich bei Pehritzsch sowie anschließend erneut in der Umgebung von Krostitz auf. Besonders an Stellen mit zahlreichen Greifvögeln, die der Würfgfalke um ihre Beute bringen kann, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Suche vermutlich weiterhin nicht schlecht.

Durch Aufrufe zur Nachsuche nach dem Würgfalken über Club300, einem Zusammenschluss passionierter Vogelbeobachter, und laufende Meldungen bei ornitho.de konnten den ungarischen Forschern eine Reihe interessanter Informationen mitgeteilt werden. Neben Fotos des Vogels zur Feststellung des derzeitigen Gesundheitszustandes wurden auch Habitataufnahmen und Hinweise zum Nahrungserwerb übermittelt. Sollte der Vogel weiterhin im Norden Leipzigs zu beobachten sein, so bitten wir alle Beobachter, sich an die allgemeinen Verhaltensregeln zu halten und den Vogel nicht zu beunruhigen. In der Regel ließ sich der Vogel vollkommen störungsfrei aus der Entfernung auf Strommasten oder in Feldern sitzend beobachten. Allen bisherigen Beobachtern des Falken sei für ihre Informationsweitergabe sowie ihr vorbildliches Verhalten im Gelände gedankt.

Quelle: http://www.dda-web.de

19.07.2016 Erstnachweis des Maskenwürgers für Deutschland

Gänseliebhaber gesucht !

Wildgänse erklären....

Die Nabu-Naturschutzstation-Niederrhein sucht Menschen, die Wildgänse mögen ! In einem netten Team wird das nötige Wissen vermittelt, um es anderen nahe zu bringen. Keiner bleibt im Regen stehen ! Wer sich für diesen Bereich interessiert, kann sich an den Leiter der Arbeitsgruppe Wildgänse wenden. http://www.nabu-naturschutzstation.de/de/aktiv/arbeitsgruppen/arbeitsgruppe-gaense